Biografie
von Wiedenbeck

Ein kleines Mädchen auf einem Friedhof in den Philippinen putzt sich die Zähne an einem Kübel mit Regenwasser. Eine Frau in Nord-Uganda ruft zum Kampf gegen die Unterdrückung der Frauenrechte auf. Vier Cheerleader proben ihren Auftritt am Strand von Santa Monica in Kalifornien. Ein Lamborghini Murciélago fährt mit über 300 km/h über den Circuito de Navarra in Spanien und ein Schwarm Vögel, in Form eines angedeuteten Herzens über den Dünen am Weststrand der Insel Sylt. Fünf Augenblicke, welche kaum unterschiedlicher und weiter voneinander entfernt sein könnten, doch zwei wesentliche Dinge vereinen diese Bilder – das echte Leben & der Fotograf Alexander von Wiedenbeck.

Alexander von Wiedenbeck
photographer, writer & creative for the story that has to be told

Geboren und aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der bayrischen Provinz, begann Alexander von Wiedenbeck die Fotografie als Autodidakt zu Beginn der 2000er Jahre innerhalb seiner damals gegründeten und von ihm geführten Werbeagentur. Doch hat sich sein Blick für das Wesentliche in all der Zeit stets weiterentwickelt und verändert. Ein wichtiger Schlüsselmoment in dieser Entwicklung, war der Besuch einer Lecture des Fotografen Peter Lindbergh im Jahr 2010, welcher gemeinsam mit Jim Rakete über die Vergangenheit philosophierte und die gemeinsamen Erlebnisse aus den 80er und 90er Jahren Revue passieren lies. Damals ein entscheidender und prägender Moment für Alexander von Wiedenbeck, denn sehr bald und vor allem nach seiner gemeinnützigen Fotoreportage und Non-Profit-Ausstellung über die Friedhofs- & Müllkippenkinder auf den Philippinen, entdeckte Alexander eine Fotografie abseits der künstlichen und zuweilen überretuschierten Werbewelt und entschied sich für einen Weg hin zur „echten“ Fotografie, mit dem Schwerpunkt darauf, unverfälschte und authentische Geschichten zu erzählen. Seither fotografiert er Reportagen, Editorials, Portraits & Kampagnen und erzählt Geschichten rund um die Welt, sei es als Auftragsarbeit für etablierte Marken oder Magazine, oder durch seinen freien Projekte.

Eine weitere, wegweisende Entscheidung nur wenige Jahre später, war die Rückbesinnung zu einem Werkzeug, welches die volle Aufmerksamkeit des Fotografen erfordert – eine Leica M Monochrom. Dies nicht nur, aufgrund der gänzlich manuellen Technik, bei welcher der Fotograf noch Fotograf sein und jede einzelne Einstellung wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert selbst vorgeben muss, war dies auch die weltweit erste digitale Kamera mit einem monochromen Sensor, welcher die Option der Farbe erst gar nicht zulässt. Bis heute setzt der Fotograf auf diese reduzierte Kameratechnik und sogar noch einen Schritt weiter, fotografiert er seit 2022 auch wieder mit einer analogen Leica M6 und entwickelt dabei in der eigens geschaffenen Dunkelkammer die Fotografien wieder selbst – eine weitere Rückbesinnung auf das Wesentliche des Mediums und eine Hommage an die großen Meister der Fotografie aus vergangenen Zeiten.

Ein konkretes Genre des Fotografen ist bei all seinem Schaffen bewusst nicht definierbar. Er fotografiert die Momente des Alltags, dessen Aufmerksamkeit er sich nicht entziehen kann, völlig unabhängig wo und was dabei in seinen Fokus gerät. Gerade das ist für ihn auch das Besondere, die Vielseitigkeit unserer Welt, der unterschiedlichsten Interessen und Lebensumstände. All unsere Leidenschaften, Hoffnungen aber ebenso auch Sorgen, machen das Leben so spannend und erlauben es nahezu täglich etwas Neues zu entdecken. Stets als stiller Beobachter dieser so vielseitigen Welt und achtsam im Hier und Jetzt, denkt Alexander dabei nicht in festgelegten Rubriken. Von der klassischen Straßenfotografie, über Reportagen, die Natur bis hin zu geplanten Portraits und Editorials, lässt er die Augenblicke in ihrer Einzigartigkeit vorbeiziehen und als eine Art Voyeur am Rande der Szenerie, entscheidet er sich den Auslöser zu betätigen… oder eben auch nicht. 

Alexander von Wiedenbeck‘s Fotografie – reduziert auf das Wesentliche – fokussiert sich heute ausschließlich darauf, authentische Momente festzuhalten und besondere Augenblicke zu erschaffen. Dabei großartige und nachhaltige Geschichten mit einem Gefühl zu erzählen, mit einem tieferen Einblick in die Geschichte dahinter, ist vielleicht das besondere an seinen Fotografien.

Ausstellungen, Bücher & Awards
Neben diversen Auszeichnung wie zum Beispiel beim tifa – Tokyo International Foto Award, oder dem GoSee Award, wurden seine Fotostrecken auch in mehr als 20 Einzelausstellungen rund um den Globus gezeigt u. a. im BACC in Bangkok, dem inatura Museum in Dornbirn b. Bregenz, dem Weltmuseum in Wien, im Gotischen Kasten in Eggenfelden, sowie in weiteren etablierten Häusern in Deutschland. In 2022 wurde ihm der renommierte Titel „Inselkünstler 2022“ für seine fotografische Reise WATTENRUH auf Sylt verliehen, welche in einer Einzelausstellung in der Stadtgalerie „Alte Post“ in Westerland gezeigt wurde. Zwischen 2014 und 2024 hatte er 19 Einzel- und 10 Gruppenausstellungen und veröffentlichte sechs Fotobücher und Ausstellungskataloge.

Kunden, Veröffentlichungen & Persönlichkeiten (selected)
Porsche, Nissan, Leica Camera, Stern Magazine, Georg et Arend, Karin Fraidenraij Knitwear, Mika Amaro, Pixel Magazine, Sylt en Vogue, Superior Magazine, Matador Magazine, Gold Rush Rally, Reiter Engineering, Blancpain Endurance, Isuzu, Thyssen Krupp, Borbet, Aktionsgruppe Kinder in Not e.V., CARE Austria, Marketing Manufaktur, breu+eckmeier, Just Imagine, Format Sixtyseven, Jurek Riegler (Musician), Stephan Hinz (Musician), Genny Miliano (Actress), Sandra Pires (Singer), Georg Hackl (Athlete), Davenport (Musicians), Nina de Lianin (Actress & Singer), Chima (Singer), …

Zur Förderung der künstlerischen Weiterentwicklung der Fotografie ist Alexander seit 2014 Mitglied im C/O Berlin Friends e.V. und künstlerischer Leiter des Kulturvereins Eggenfelden e.V. seit 2019. Seit 2024 ist er offiziell einer von nur zwei dutzend ausgewählten Referenten in der renommierten und seit mehr als 90 Jahren etablierten Leica Akademie. 

 

 

Referent bei